Die Energontheorie geht davon aus, dass sich die Lebensentfaltung nur über materielle Strukturen fortsetzen kann, die so beschaffen sind, dass sie aus Umweltquellen "freie" und nutzbare Energie gewinnen. Das gilt jedoch nicht nur für alle Lebewesen sondern ebenso auch für die vom Menschen gebildeten Berufsstrukturen, Wirtschaftsunternehmen und Staaten. Geht man von dieser Übereinstimmung aus, dann führt das zum Ergebnis, dass sich das gesamte Lebensgeschehen, einschliesslich der menschlichen Strukturbildungen nach grundsätzlich gleichen Gesetzmässigkeiten vollzieht.
Aus Sicht der Energontheorie ist der Mensch im Rahmen der Evolution das erste Lebewesen, dem es Kraft seiner besonders entwickelten geistigen Fähigkeiten möglich wurde, die Leistungen seines aus Zellen bestehenden Körpers durch künstlich gebildete Hilfsmittel geradezu beliebig zu steigern. Diese "zusätzlichen Organe" haben den besonderen Vorteil, dass sie nicht mit dem Körper fest verbunden sondern ablegbar und austauschbar sind, wodurch sie eine Spezialisierung auf immer neue Aufgaben ermöglichen. Die vom Menschen gebildeten "Hyperzellen" wurden so den einzelligen und vielzelligen Lebewesen immer mehr überlegen und drängen sie immer weiter zurück. Heute wirken sich die industriellen Fortschritte auf die Gesamtentwicklung insofern negativ aus, als durch Abfälle viele Böden und Gewässer, aber auch die Atmosphäre ernsthaft geschädigt werden. Aus Sicht der Energontheorie stehen an diesem Punkt der Entwicklung drei Hauptprobleme im Vordergrund: Die rasante globale Bevölkerungsvermehrung, besonders bei den unterentwickelten Völkern; das von der Marktwirtschaft zum Gebot erhobene weitere quantitative Wirtschaftswachstum; sowie die Freisetzung der Atomkraft, die es möglich macht, durch Knopfdruck unberechenbarer Menschen, wie es sie in der Geschichte immer wieder gegeben hat, die gesamte Lebensentfaltung und alle vom Menschen erreichten Fortschritte und Kulturgüter auszulöschen.
In dieser Präsentation habe ich mich bemüht, die wichtigsten bisherigen Veröffentlichungen über Ergebnisse der Energontheorie durch das Internet zugänglich zu machen. Da ich inzwischen mein 80. Lebensjahr abgeschlossen habe, ziehe ich mich auf meine verbliebenen Interessen zurück. Kürzlich wurde in Wien das erste Institut für Energonforschung gegründet, das die Übersetzung dieser Schriften in andere Sprachen und weitere Forschungen in diese neue Richtung unterstützen will. Initiator und Präsident ist Univ. Prof. Dr. Erhard Oeser, Leiter des Institutes für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsforschung der Wiener Universität. Vizepräsident ist Univ. Prof. Dr. phil. Wolfgang Fallmann, Vorstand des Institutes für Allgemeine Elektrotechnik und Quantenelektronik an der Technischen Universität Wien.
Da diese Präsentation mit drei Kapiteln aus meinem
Buch "Wir Menschen" begonnen hat, sollen zwei weitere aus dem gleichen
Buch sie abschliessen. Auch in diesen deuten sich bereits Ausrichtungen
an, die in der Energontheorie einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Nach
Abschluss dieser letzten Expedition ins "Unbekannte", die immerhin 40 Jahre
lang gedauert hat, danke ich allen, die mir geholfen haben auf das herzlichste.