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Zusammenfassung und Schlußfolgerungen



Da dieses Buch eine lange Beweisführung ist, wird es dem Leser vielleicht angenehm sein, die wichtigsten Tatsachen und Schlußfolgerungen kurz rekapituliert zu sehen.

Charles Darwin legte in seinem Werk über die Entstehung der Arten dar, daß die verschiedenen Arten nicht, wie damals angenommen wurde, das Ergebnis gesonderter Schöpfungsakte sind, sondern alle von gemeinsamen Urvorfahren abstammen. Er führte eine überwältigende Anzahl von Beweisen für diese Theorie an und wies nach, daß auch der Mensch Teil dieses Entwicklungsprozesses ist. Da die Nachkommen der einzelnen Arten einander nicht völlig gleich sind, sondern ihre Merkmale variieren, bewirkt eine natürliche Auslese ganz von selbst, daß sich die jeweils am besten Geeigneten durchsetzen. So kam es über lange Zeitspannen hinweg zu einer Höherentwicklung, bei welcher der natürlichen Auslese eine steuernde Wirkung zukam.

Im vorliegenden Buch wird die Ansicht vertreten, daß der Mensch nicht, wie bis heute angenommen, augenblicklicher Endpunkt dieser Entwicklung ist, sondern funktionell mit jenen Einzellern verglichen werden kann, welche die vielzelligen Organismen hervorbrachten. Wie jeder Vielzeller bis heute aus einer Einzelzelle, der Keimzelle, hervorgeht, so gehen auch die von mir als Hyperzeller bezeichneten, noch größeren und leistungsfähigeren Lebewesen stets aus einem Menschen hervor, wobei wir diese Hyperzeller bloß aus unserer subjektiven Sicht nicht

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in ihrer evolutionären Bedeutung und Stellung anerkennen. Alle berufstätigen Menschen samt ihren Werkzeugen, Werkstätten und Betrieben gehören zu diesen größeren Lebewesen, mit denen im Anschluß an Einzeller und Vielzeller eine dritte Ära der Lebensentfaltung einsetzte. Aus der großen Fülle neuer Arten, die sie bildeten, gingen im weiteren Entwicklungsverlauf die noch größeren und mächtigeren Erwerbsorganisationen hervor, zu denen in erster Linie die Wirtschaftsunternehmen gehören. Auch bei ihnen kam es je nach Erwerbsart zur Bildung zahlreicher weiterer Arten, deren Erfolg und Entwicklung nach wie vor der natürlichen Auslese unterliegen. Viele neue Faktoren wurden für ihre Bewertung bedeutsam, doch die Effizienz der neuen Arten blieb den gleichen, grundsätzlich meßbaren Kriterien unterworfen, die auch für Einzeller, Vielzeller und Hyperzeller maßgebend sind. Ihre Entwicklung wird gleichfalls ganz von selbst von der natürlichen Auslese gesteuert.

In der bisherigen Biologie hält man die körperliche Beschaffenheit der Lebewesen und ihrer Organe sowie ihre Verhaltensweisen als für ihren Selektionswert maßgebend. Wie ich an zahlreichen Beispielen, besonders in Kapitel 1, gezeigt habe, können jedoch die gleichen Leistungen oft durch sehr verschiedene Körperbildungen, Organe und Verhaltensweisen erbracht werden. Meistens führt mehr als ein Weg »nach Rom«. Daraus leite ich ab, daß für den Selektionswert nicht die materiellen Gefüge und die Verhaltensweisen das eigentlich Ausschlaggebende sind, sondern die jeweils erzielten Leistungen, die, wie gesagt, auf sehr verschiedene Art erbracht werden. Fortschritte über Mutationen und Rekombinationen bei einem Verfahren können durch Fortschritte völlig anderer Verfahren übertroffen werden, die für die in

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Frage stehenden Funktionen gar nicht entwickelt worden sind. Ich behaupte, daß bei sämtlichen Lebewesen, zu denen ich also auch die Hyperzeller und die Erwerbsorganisationen zähle, sechs Grundleistungen maßgebend sind, und gehe näher auf diese ein. Es sind dies in knapper Formulierung: Energieerwerb, Stofferwerb, Abwehr widriger und Nutzung günstiger Umweltbedingungen, Fortpflanzung und Strukturverbesserung. Dazu kommen zahlreiche Hilfsleistungen, die Spezialisierungen ermöglichen und aus denen sich die meisten Grundleistungen hierarchisch aufbauen. Wilhelm Ostwald wies darauf hin, daß sämtliche Organe und sämtliche vom Menschen gebildeten Werkzeuge als Energietransformatoren anzusehen sind, die aufgrund ihrer jeweiligen Ausgestaltung vereinnahmte Rohenergie in leistungserbringende Nutzenergie verwandeln. Ich stimme dem bei und erachte diese Erkenntnis als für meine Theorie von fundamentaler Bedeutung.

Die meßbare Erfassung des Selektionswertes verschiedener Arten wurde bisher aufgrund der außerordentlichen Vernetzung ihrer Wirkungen als nur in Ausnahmefällen möglich angesehen. Sieht man hingegen in den Lebewesen nicht materielle Körper, sondern Leistungsgefüge – was unserem Denken beträchtliche Schwierigkeiten bereitet –, dann zeigt sich, daß ihre Effizienz nach den gleichen, grundsätzlich meßbaren Kriterien beurteilt werden kann. Ich bezeichne diese Kriterien als Kosten, Präzision und Zeitaufwand der Leistungserbringung, wobei, um zu noch genaueren Werten zu gelangen, zwischen der Aufbau- und der Funktionsperiode der leistungserbringenden Organe zu unterscheiden ist. In der zweitgenannten Periode ist zwischen Zeiten konkreter Funktionsausübung, Ruhepausen und Phasen, in denen es zu Funktionsveränderungen kommt, zu unter-

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scheiden. Auch darauf gehe ich in Beispielen näher ein.

Bei Einzellern und Vielzellern werden die meisten Organe durch entsprechende Differenzierung gebildet. In den Kapiteln 2 und 4 weise ich näher darauf hin, daß Organe nicht unbedingt mit dem Zellkörper fest verwachsen sein müssen und es ebensowenig von Bedeutung ist, aus welchem Material sie gebildet sind und auf welche Weise sie zustande kommen. Auf ihre Leistung kommt es an. Wie eine Reihe von Beispielen zeigen, bildeten bereits zahlreiche Arten von Pflanzen und Tieren über angeborenes Verhalten des Gesamtkörpers zusätzliche Organe, die vom Körper getrennt sind (etwa das Spinnennetz) oder aus anorganischem Material bestehen (etwa aus Lehm gebildete Vogelnester) und nicht selbst erzeugt werden (etwa das leere Schneckengehäuse, das der Einsiedlerkrebs zu seinem Schutzorgan macht). Sogar andere Lebewesen können in Organe des eigenen Leistungskörpers verwandelt werden (etwa die Zieheltern, die der Kuckuck zum Ausbrüten seiner Eier veranlaßt), ebenso alle Hyperzeller, die gegen Geld für andere Dienstleistungen verrichten. Bei Einzellern und Vielzellern waren der Leistungssteigerung über solche zusätzliche Organe Grenzen gesetzt, weil deren Bildung auf angeborenen Steuerungen im Zentralnervensystem beruht, die über Mutationen und Rekombinationen zustande kommen und somit auf die Kodierung im Genom angewiesen sind.

Erst beim Urmenschen, dessen geistige Fähigkeiten sich so sehr gesteigert hatten, daß er gezielt zusätzliche Organe bilden und über den Weg der Sprache die Anweisungen, wie diese herzustellen und zu gebrauchen sind, an Mitmenschen und Nachkommen weitergeben konnte, wurde es möglich, daß sich ein Lebewesen auf die Bildung und die Verwendung ver-

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schiedener solcher Einheiten (etwa Werkzeuge, Waffen, Kleider) auszurichten vermochte. Er wurde zu einem Spezialisten in vielseitiger Spezialisation. In den von ihm gebildeten Verbänden kam es in der Folge zu einer Arbeitsteilung, wobei sich manche auf die Herstellung benötigter Produkte, andere auf jene benötigter Leistungen spezialisierten. Das Geld wurde hier zu einem Universalvermittler, der es erlaubte, über eigene Leistung in den Genuß der Leistungen anderer zu kommen. Nun spalteten sich die so entstehenden Hyperzeller in eine große Anzahl von Arten auf, wobei nach wie vor die natürliche Auslese darüber bestimmte, was sich durchsetzen und vermehren konnte, und so auch der Entfaltung immer neuer Arten den Weg wies. Bei den Hyperzellern wurde auch artungleiche Fortpflanzung möglich – ein wesentlicher evolutionärer Fortschritt. Alle Hyperzeller werden von Menschen aufgebaut, die als steuerndes Zentrum auch in den Genuß der Erträge gelangen, welche diese erzielen. Ein Schmied ist keineswegs dazu gezwungen, seinen Gewinn in weitere Schmieden zu investieren. Jedes Individuum vermag also sehr verschiedene Hyperzeller zu bilden. Auch Berufswechsel und damit Artwechsel sind nunmehr möglich – ein weiterer Fortschritt. Da Informationen über immer größere Distanzen weitergegeben werden können (Briefe, Telefon, Radio, Fernsehen), steigerte sich der Fortschritt immer schneller.

Der Energieerwerb über Tauschvorgänge fügt jenem der Pflanzen (Photosynthese) und der Tiere (Erwerb fremder Organgefüge, Freisetzung der darin enthaltenen chemischen Bindungsenergie) eine dritte Variante hinzu, für die der Vermittler Geld Voraussetzung ist. Über eigene Produktion oder Dienstleistung wird Geld erworben, mit dem sich in einem zweiten Tauschvorgang Nahrung und sonst Benötigtes kaufen

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läßt. Ich nenne deshalb diese Art des Energieerwerbs von Hyperzellern »Erwerb über doppelten Tausch«. Daneben gab es weiterhin viele Arten von Hyperzellern, die sich der von den Tiervorfahren ererbten räuberischen Erwerbsform befleißigten (Jäger, Fischer, Landwirte) oder sich auf den gewaltsamen Erwerb von Geld und Objekten, die sich in Geld verwandeln lassen, spezialisierten (Einbrecher, Räuber, Erpresser). Bei den meisten kriegerischen Auseinandersetzungen war der Raub fremder Territorien und Wertobjekte ein wesentliches, wenn nicht überhaupt das eigentliche Motiv. Hinzu kamen weitere Formen des Energieerwerbs. Ursprünglich wurden Werkzeuge und Waffen mit körpereigener Energie betrieben, was jedoch wenig ökonomisch ist. Bei den notwendigen Energieumwandlungen, die mit der Beutesuche beginnen, sich im Vorgang des Fressens und Verdauens fortsetzen, worauf die Energie über den Blutstrom in die Zellen gelangt, dort freigesetzt und in Spezialleistungen verwandelt wird, geht wegen der laufenden Verluste bei den genannten Vorgängen 80 bis 99 Prozent der freien Energie verloren (sie verwandelt sich in Wärme, die in die Umwelt entweicht). Weit rationeller ist es, in der Umwelt vorhandene freie Energie, etwa die der Winde und der Flüsse, später auch die in Holz, Kohle und Rohöl enthaltene, dazu zu bringen, direkt zusätzliche Organe zu betreiben (Segelboot, Wassermühle). Die Verluste sind dann erheblich geringer. Hier erwies sich die Elektrizität als ein dem Geld vergleichbarer Universalvermittler, der es gestattet, eine Energieform (etwa Wasserkraft) über weite Strecken zu leiten und dort beispielsweise in kinetische Energie (Maschine), in Lichtenergie (Glühbirne), in Wärme (Heizofen) zu verwandeln. Dieser Erwerb von Fremdenergie anstelle der mit der Nahrung aufgenommenen Energie ist für den Betrieb zu-

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sätzlicher Organe (vor allem Maschinen der verschiedensten Art) wesentlich ökonomischer und hat die Entfaltung der Hyperzeller und des Menschen nachhaltig gefördert. Er prägt den Weg der wirtschaftlichen Entwicklung. Allerdings kommt es auch hier auf Effizienz an. Diese Entwicklung wird nicht eigentlich vom menschlichen Geist gesteuert. Dieser erfand zwar vieles, doch nur das, was sich bewährte, konnte sich durchsetzen. So steuert die natürliche Auslese, unter Einbeziehung immer neuer erfolgsrelevanter Faktoren, auch diesen gesamten Bereich der Erschließung zusätzlicher Energiequellen.

Die größeren Wirtschaftsunternehmen sind davon besonders betroffen. Es kam zu industrieller Fertigung; Stück für Stück gingen Leistungen des Menschen auf zusätzlich gebildete Organe über, sogar Gehirnfunktionen, wie am deutlichsten die Entwicklung der Elektronik, besonders des Computers, zeigt. Die immer größeren, mächtigeren Erwerbsorganisationen verharrten bei der Erwerbsform über doppelten Tausch, wobei allerdings die dem Menschen angeborenen Raubinstinkte die Geschäftsabwicklung insofern stören, als sie zum Einsatz räuberischer Strategien führen. Kundenorientierte, zielgruppenorientierte und mitarbeiterorientierte Strategien sind Produkte nüchterner Überlegungen und setzen sich gegen die angeborenen Instinktweisungen des »Immer-noch-Räubers« und des »Quick money« nur allmählich durch. Doch nur so ist es möglich, Stammkundschaft, auf die es ankommt, zu erwerben und gute Mitarbeiter, die nicht weniger wichtig sind, an den Betrieb zu binden. Im übrigen sind die Wirtschaftsunternehmen mächtiger, weil sie ihre Aktivität über den ganzen Erdball auszudehnen und langfristig zu planen vermögen. Andererseits sind sie durch die notwendige Überwachungs- und Steuerungshierar-

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chie schwerfälliger, was wiederum, weiterhin durch die natürliche Auslese gesteuert, zur Aufsplitterung in Einzelbetriebe führt, die flexibler zu arbeiten imstande sind. Daß es bei diesen Giganten auch zu stärkeren sozialen Spannungen kommen kann als bei den wesentlich kleineren und übersichtlicheren Hyperzellern, liegt – aus evolutionärer Sicht – auf der Hand. Auch die engere Verbindung mit den Staatsorganen ist davon betroffen.

Die Staatenbildung, mit deren Wesen sich Philosophen und Staatstheoretiker eingehend beschäftigt haben, wird durch meine Theorie einer vielleicht überraschenden Erklärung näher gebracht. Wie ich ausführte, sind die vom Menschen erzeugten zusätzlichen Organe das Rückgrat aller der dritten und der vierten Evolutionsphase angehörenden Lebewesen. Über sie sprengte die Lebensentfaltung viele Fesseln, die durch die Bindung an die DNS-Fäden in dem winzigen Kern sämtlicher einen Vielzeller aufbauenden Zellen gegeben sind. Auf dieses bisher kaum beachtete Thema bin ich in Kapitel 8, dem letzten Kapitel, näher eingegangen. Die zusätzlichen Organe boten enorme Vorteile, waren aber auch mit einer besonders gravierenden Hypothek belastet. Da sie anderen fast ohne Werteinbuße ebensogut nutzten, galt es sie vor Diebstahl und Raub zu schützen. Die einzige Möglichkeit für eine wirksame Lösung war das große Gemeinschaftsorgan Staat, welches das Eigentum der Bürger, der Hyperzeller und der Erwerbsorganisationen schützt: durch Heere, Kanonen, Flugzeuge gegen den Angriff anderer Staaten, durch Gesetzgebung, Polizei, Gerichte und Gefängnisse gegen die räuberischen Tendenzen im Verbands- oder Staatsinneren. Ein solches Riesenorgan kann durch Umsturz und Diktatur recht schnell einem Hyperzeller oder einer Erwerbsorganisation unterworfen werden.

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Der Verlauf der menschlichen Geschichte zeigt in großer Anzahl anschaulich solche Ereignisse. Auch auf demokratischen Wegen können sich Staaten in Erwerbsorganisationen verwandeln: durch Handelsförderung, Touristenattraktionen, Kreditgewährung zur Wirtschaftsbelebung und anderes mehr. John Kenneth Galbraith hat auf Symbiosen zwischen Großunternehmen und Großstaaten (besonders in den USA) hingewiesen. Wir leben heute in einer Zeit, in der sich fast jedes Interesse mit einer Unzahl anderer Interessen verflicht.

In Kapitel 7 habe ich dargelegt, welch kuriose Rolle der Mensch in der Ära der Hyperzeller und der Erwerbsorganisationen spielt. Während die Keimzelle, die Vielzeller aufbaut, in deren ebenfalls riesigem Gefüge faktisch aufgeht, hat der Mensch, der ja mit seinen zusätzlichen Organen wie Werkstätten, Fabriken, Unternehmen, Konzernen nicht fest verbunden ist, eine völlig andere Position. Er ist frei beweglich. Zwar ist er an die Hyperzeller, die er leitet, und die Erwerbsorganisationen, in denen er tätig ist, insofern gebunden, als er hier an den so wichtigen Geldverdienst gelangt. Doch was er damit tut, liegt weitgehend an ihm. Und bei seinem angeborenen Triebinventar ist es verständlich, wenn er sein Leben so gestaltet, daß er seine Annehmlichkeit, seine Empfindungen der Lust und des Glücklichseins optimiert. Er umgibt sich, wenn die Mittel es ihm gestatten, mit immer mehr lustspendendem Inventar. Fast hat es den Anschein, als sei er eine Art von Parasit, der alle in ihm verborgenen Quellen positiver Gefühle sorgsam erforscht und erschließt. Doch dem ist nicht so. Die Hyperzeller und die Erwerbsorganisationen, denen er dergestalt Mittel entzieht, werden durch diese seine Neigung keineswegs geschädigt. Denn gerade diese Grundausrichtung seines Trachtens wird in der drit-

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ten und der vierten Ära der Lebensentfaltung zum allerstärksten Motor dafür, daß er sich um Gelderwerb bemüht. Die freie Wirtschaft wiederum hat allen Grund dazu, diesen Glutofen besonders zu schüren. Immer neue Verfeinerungen, Vergnügungen, Luxusobjekte jeder Art werden produziert und angeboten, mit raffinierter Werbung schmackhaft gemacht und der Konsument in ständig neue Konsumkanäle gelockt.

Inzwischen hat die Entwicklung bedrohliche Ausmaße angenommen. Die zahlreichen Produkte und Tätigkeiten, so zeigt sich in aller Deutlichkeit, werden für die Dimensionen unseres Planeten und seine Ressourcen zuviel, schädigen immer spürbarer die übrigen Lebewesen, die Atmosphäre, das Land und die Gewässer – und uns selbst.

Im letzten Kapitel bin ich kurz auf diese Gefahren und die wenig wahrscheinliche Möglichkeit einer Bewältigung der Situation, mit der wir höchst unvorbereitet konfrontiert worden sind, eingegangen. Mit dem Inhalt des vorliegenden Buches, in dem ich Darwins großem Werk einige weitere Gedanken hinzufüge, hat dies freilich nur mittelbar zu tun. Ob uns die Einsicht in unsere phylogenetische Entwicklung und unsere derzeitige Lage dabei helfen kann, sie besser zu bewältigen, bleibe dahingestellt.
 
 

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