(Originalbuchseite 301)

Nachwort

 
 

Mir ist durchaus klar, daß diese Darlegung sehr unvollständig ist und vor allem auf viele der heutigen Denkrichtungen nicht eingeht. Mir lag jedoch daran, auf eine andere Grundausrichtung hinzuweisen, die uns vielleicht bessere Dienste erweisen kann, als die bisherigen Überzeugungen, die zum Beharren in den mehr oder minder immer gleichen, ausgeleierten Denkgeleisen führen.

Ich habe mich bemüht darzulegen, daß unsere evolutionäre Situation durch Wandlungen gekennzeichnet ist, die man bisher kaum beachtete - durch die entscheidende Wende, welche die Bildung von zusätzlichen Organen bedeutete, - und durch den nicht minder entscheidenden Übergang vom Energieerwerb durch Raub auf solchen über Tauschakte.

Die Überwindung des Psychosplits, der sich aus diesem Übergang in geradezu dramatischer Zwangsläufigkeit ergeben hat, erscheint mir das wichtigste Anliegen für den heute ohne gemeinsame Zielrichtung, weitgehend auf augenblickliche Genußmaximierung ausgerichteten Menschen. Mag sein, daß diese Ausrichtung bereits zu stark geworden ist, um noch - im eigenen Interesse - gebremst zu werden. Kaum zu bezweifeln dürfte jedenfalls sein, daß die Wege sich scheiden. Entweder geht es in die bisherige Richtung weiter - die meines Erachtens geradezu zwangsläufig zur Selbstzerstörung des Lebens führt. Oder in die andere, die zu Utopien gewordene Vorstellungen doch noch realisierbar macht.
 
 

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